Einst Munitionsdepot jetzt Sonnenpark |
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Realisierung von zwei Infrastrukturprojekten mit der GEWOBAU Bamberg eG und der KEWOG mbH Tirschenreuth als Beispiel für Zusammenarbeit zwischen Privatunternehmen und der öffentlichen Hand
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In der Gemeinde Breitengüßbach im Landkreis Bamberg wurde am 12.09.2010 ein Tag der offenen Tür veranstaltet, bei dem der feierliche Abschluss der beiden Projekte begangen wurde.
Auf dem Gelände des jetzigen Neubauge-bietes "Sonnenpark" befand sich bis vor wenigen Jahren der Verwaltungsbereich des ehemaligen Bun- deswehr Munitions- depots. Außerdem wurde einer der auf dem Gelände zahlreich vorhandenen Munitionsbunker zu einem Biomasseheizwerk umgebaut.
Als oberste Ziele der Projekte wurden definiert, die Attraktivität der Gemeinde als Zuhause für Familien positiv weiterzuentwickeln und die Möglichkeit, erschwingliches Bauland zur Verfügung zu stellen. Ein weiteres zukunftsorientiertes Ziel war, die Energieversorgung so weit wie möglich unabhängig von fossilen Energien zu gestalten.
Für die ca. 4.700 Einwohner zählende Gemeinde war die Realisierung weder personell noch finanziell allein zu stemmen. Die Gemeinde Breitengüßbach hat sich zur Verwirklichung und Planung der beiden Projekte mit den beiden Wohnungs-bauunternehmen GEWOBAU Bamberg eG und der KEWOG mbH Tirschenreuth zusammengetan.
Als erster Schritt wurde von der Gemeinde Breitengüßbach und der GEWOBAU Bamberg eG die EGB-Entwicklungsgesellschaft Breitengüßbach mbH gegründet, über welche der Ankauf und die Planung des Areals mit ca. 132 ha ausgeführt wurde. Auf dem Gelände wurden ca. 25.000 cbm nicht mehr nutzbare Bestandsgebäude entfernt und es folgte die Erschließung von 50 Bauplätzen. Drei der Altbauten wurden verkauft und von den neuen Eigentümern zu Wohnhäusern umgebaut. Die Unterbringung des neuen Bauhofs der Gemeinde erfolgte durch den Umbau von vier Bestandsgebäuden.
Alle 50 Bauplätze sind nach zweieinhalbjähriger Planungs- und Bauzeit verkauft. Die Gemeinde Breitengüßbach hat mit einem attraktiven Preis und einem Familienbonus dazu beigetragen, dass sich bereits 38 Wohngebäude in der Bauphase befinden bzw. bezogen sind und sich vor allem Familien für den Wohnort Breitengüßbach sehr interessieren.
Im Bunkerareal wurde in einem der 80 Munitionsbunker eine Biomasseheizung mit ca. 1 Megawatt Leistung installiert. Die örtliche Schule, die Mehrzweckhalle und der Gemeindebauhof werden durch ein Fernwärmenetz mit derzeit ca. 3,7 km Länge mit der Wärme aus dem Heizwerk versorgt. Darüberhinaus sind noch das Seniorenzentrum, bestehend aus Altenheim und betreutem Wohnen, eine Hotelanlage und viele Wohngebäude an das Netz angeschlossen. Das Heizwerk wird mit Holzhackschnitzeln betrieben, welche von der Maschinenring Bamberg Dienstleistungs GmbH und den Waldbauernvereinigungen aus der Region bezogen werden.
Zur Umsetzung des Zieles, die Energieversorgung so weit wie möglich auf regenerativer Basis zu realisieren, wurde die Bioenergie Breitengüssbach GmbH & Co. KG gegründet. Die Gemeinde Breitengüßbach, die KEWOG Energie und Dienste GmbH Tirschenreuth, die GEWOBAU Bamberg eG und die Via Piccola GmbH & Co. KG arbeiten hier zusammen. Aktuell wird von Seiten der Bioenergie Breitengüssbach die Montage von Photovoltaikanlagen auf geeigneten Gemeindedächern nach entsprechender Planung realisiert, so wird sich die Energiebilanz der Gemeinde nochmals verbessern.
In den Grußworten am Tag der offenen Tür wurden beide Projekte von Herrn Landrat und Bezirkstagspräsidenten Dr. Günther Denzler und dem Verbandsdirektor des Verbandes der Bayerischen Wohnungsunternehmen e.V. Xaver Kroner als „modellhaft“ bezeichnet. Es wurde bei beiden Projekten einleuchtend dargestellt, dass durch die Kooperation von Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften sehr viele Chancen für kleine Gemeinden entstehen, die alleine nicht in der Lage wären, solche großen Projekte umzusetzen. Im Anschluss bedankte sich Reiner Hoffmann, der erste Bürgermeister der Gemeinde Breitengüßbach bei seinen Vorrednern und Partnern für die Zusammenarbeit.
Bild + Text: eigene Quelle
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